Die Stadt und die Maske, das Caracas von Aaron Sosa.
Sonntag, der 25. Oktober 2009Woran denkt man, wenn man an Caracas denkt? Wenn man weit entfernt ist? Wenn man die Stadt nicht kennt? Wenn man sich in ihrem Inneren befindet, wenn sie Raum und Zeit ist? Schwierig und nutzlos wäre es, ein Urteil zu dieser Stadt abzugeben, dieser zwischen Gebirgen eingefangenen geografischen Lage, dieser Vermischung von Blut, Sprachen, scharf ausgeprägter Eigentümlichkeiten und Kulturen; diesem eigentümlichen Chaos, welches, wie jegliches Chaos, auch seine Ordnung hat. Caracas, eine Hauptstadt, die seiner geopolitischen Bezeichnung Achtung entgegenbringt und alle möglichen Güter in einem seit Jahrhunderten zentralisierten Land vereint: das Human-, wirtschaftliche und zuletzt das Lebenskapital. All dies ist hier zu finden, alles teilt diesen Lebensraum, findet sich zusammen und vermischt sich.
